PRODUKTE
INSEKTENBEKÄMPFUNG
SCHADNAGERBEKÄMPFUNG
BETTWANZENBEKÄMPFUNG
DESINFEKTIONS- & PFLEGEMITTEL
HNprofiLine
APPLIKATIONSGERÄTE
PERMANENT-MONITORING
SPEZIALPRODUKTE
TAUBENABWEHR
news
Sogar die Küchenschabe geht der Digitalisierung auf den Leim

Albstädter Unternehmen Wains macht Schädlingsbekämpfung internetfähig

Das Albstädter Start-up Wains, ein Joint Venture des Traditionsunternehmens Frowein und der Digitalschmiede MeetNow!, ist mit seiner digitalen Insektenfalle an den Markt gegangen. Die hört auf den Namen traptice und fängt Schadinsekten – ganz analog mit Klebefolie und Lockstoffen und ganz digital mit Echtzeit-Monitoring, Alarmfunktion und Cloud-Anbindung. Seit Juni 2021 ist das Wains-Produkt marktreif und nach seiner einjährigen Erprobungsphase bereits bei mehreren Dutzend Kunden im Einsatz. Potenzial für traptice sehen die Macher reichlich: Allein in Europa seien für kriechende Insekten mehrere Millionen analoge Fallen aufgestellt, die nur darauf warteten, digitalisiert zu werden.

Digitales Monitoring schafft Raum und Zeit für neue Chancen

„Stellen Sie sich vor, Sie sind der Manager eines Fast-Food-Restaurants. Wenn Sie sich darauf verlassen können, dass Sie garantiert als erster wissen, wenn sich eine Schabe in Ihre Küche verirrt hat, haben Sie einen großen Vorteil, und der heißt Zeit. Zeit, um zu verhindern, dass aus einem Schädling hunderte werden, Zeit, um der behördlichen Lebensmittelkontrolle oder Gerüchten in den sozialen Medien zuvorzukommen.“ Damit bringt Steffen König, Geschäftsführer der Wains GmbH, den Nutzen des Produkts auf den Punkt. Zumindest für Endanwender dürfte der Vorteil durch Echtzeit-Monitoring auf der Hand liegen.

Schädlingsbekämpfern erleichtert die engmaschigere Kontrolle der Fallen die Arbeit, weil sie ihnen viele überflüssige Wege erspart: die turnusmäßige Fallenkontrolle, teils an unzugänglichen Orten und quasi auf Verdacht, ist hinfällig. Das schafft Zeit um bestehende Kunden besser zu beraten oder den Kundenstamm auszubauen. Außerdem, so Wains-Mitgründer und Co-Geschäftsführer Benjamin Ruoff, liefere das digitale Monitoring jede Menge Zusatzdaten: „Sowohl den Befall selbst als auch den Verlauf der Umgebungsfaktoren kann der Schädlingsbekämpfer zeitlich dokumentieren. Das kann bei der Ursachenforschung hilfreich sein.“ Derzeit arbeitet Wains am Wissensvorsprung der Falle: Mithilfe von KI soll traptice zukünftig verraten, auf welchen Namen das erlegte Getier in der Falle hört – auf Deutsch, Englisch, Lateinisch sowie in der Umgangssprache.

Spezialisten aus der analogen und der digitalen Welt

Wains ist ein Joint Venture der Albstädter Unternehmen Frowein und MeetNow!. Ersteres ist im Bereich der Schädlingsbekämpfung eine feste Größe; das Unternehmen ist seit 1934 am Markt und entwickelt, produziert und vertreibt Schädlingsfallen und Biozide. MeetNow! kommt von der digitalen Seite. Zu den Leistungen des Unternehmens gehören Strategien und Geschäftsmodelle für die digitale Transformation. Auch die notwendige Technologie sowie Soft- und Hardware entwickelt MeetNow. Bei den traptice-Fallen von Wains sorgt das Digitalunternehmen für Sensoren, Kameras und eine digitale Sendeeinheit, die es vom Prototyp bis zum fertigen Serienprodukt entwickelt hat. Darüber werden Daten und Aufnahmen – entsprechend verschlüsselt – an die Cloud gesendet, wo sie für Schädlingsbekämpfer und Kunden jederzeit abrufbar sind. Daneben hat sich MeetNow! um die Website, das Branding, das gesamte Online-Marketing und die Marketing Automatisierung gekümmert.

Benjamin Ruoff, der neben Wains auch MeetNow! vorsteht, erklärt, wie es zum Joint Venture kam: „Beide Seiten wollten ihr originäres Geschäftsmodell ausbauen, die analoge Welt mit der digitalen verbinden. Nachdem wir die Idee entwickelt hatten, war klar, dass wir nicht nur auf Projektebene zusammenarbeiten wollen. Wir beide allein könnten auch keine Millioneninvestition stemmen. Gemeinsam, und zusammen mit Kapitalgebern, haben wir viel mehr Möglichkeiten.“

Positive Marktaussichten für digitale Insektenfalle und digitale Wissensvermittlung

Mit den Ergebnissen des jungen Unternehmens sind Steffen König und Benjamin Ruoff zufrieden. Das Feedback der Testkunden sei gut, neue Anfragen erreichten das Unternehmen stetig. Die Wains-Macher überrascht das nicht. Sie sehen viel Potenzial für traptice: Allein in Europa gebe es mehrere Millionen – analoge – Fallen für kriechende Insekten.

Neben dem digitalen Insektenfang hat Wains außerdem eine wachsende Nachfrage im Bereich Know-how identifiziert. Steffen König: „In Deutschland ist der Schädlingsbekämpfer ein Ausbildungsberuf, aber das ist in den wenigsten Regionen der Welt der Fall. Wer sich als ‚Pest Controller‘ selbstständig macht, muss sich die nötige Kompetenz selbst aneignen. Neben der digitalen Insektenfalle wollen wir diesen Leuten zukünftig eine Wissensdatenbank bieten.“

Über die Wains GmbH

Das Joint Venture WAINS GmbH konzentriert sich auf die digitale Schädlingsbekämpfung. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2020 von Experten für Schädlingsbekämpfung und IT, deren Know-how und Erfahrung in das Unternehmen einfließt. Ziel von Wains ist es, die Bekämpfung von Insektenschädlingen zu revolutionieren. Mit den traptice® Fallen liefert das Unternehmen ein neues Konzept zur digitalen Überwachung von Insekten- und Nagetierschädlingen, das Schädlingsbekämpfer und ihre Kunden in der Industrie, Pharmazie, Gastgewerbe, Gastronomie und weiteren Branchen unterstützt.

Webinar-Zusammenfassung "Insektenmonitoring mit künstlicher Intelligenz"

Am 1. Juni 2021 haben DpS und WAINS ein Webinar zum Thema "Insektenmonitoring mit künstlicher Intelligenz" veranstaltet.

Um "Insektenmonitoring mit künstlicher Intelligenz" ging es beim Webinar am 1. Juni 2021, das DpS und WAINS veranstaltet haben. In einer halbstündigen Präsentation stellte Business Development Managerin Stefanie Domzig traptice vor. Im Anschluss wurden Fragen beantwortet. Geschäftsführer Steffen König stand für die Fragerunde ebenfalls zur Verfügung.

Die Zusammenfassung des Webinars erschien in der aktuellen DpS-Ausgabe 07 + 08/2021.

Lesen Sie gerne mehr dazu im nachfolgenden Bericht unter "Download".

Pressemitteilung des IVA: Biozid-Verordnung - Überregulierung im nationalen Alleingang

Vom Bundesrat verabschiedete Verordnung bevormundet Verbraucher und gefährdet Existenz mittelständischer Hersteller

(Frankfurt a. M., 28. Juni 2021)  Das am 25. Juni 2021 vom Bundesrat beschlossene Selbstbedienungsverbot für Produkte wie Mückensprays, Mottenpapiere oder Ameisenköder ist nach Ansicht des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) ein überflüssiger und sogar schädlicher nationaler Alleingang. Die betroffenen Mittel sind im Rahmen der geltenden EU-Biozidprodukte-Verordnung bereits streng reguliert. Die EU-Verordnung bezeichnet sie ausdrücklich als „notwendig“, um Organismen zu bekämpfen, die der menschlichen oder tierischen Gesundheit schaden können.

Viele Biozid-Produkte haben sich seit Jahrzehnten in Millionen Haushalten bewährt. Mit der nun verabschiedeten Verordnung wird Verbrauchern künftig der Zugang zu diesen haushaltsüblichen Produkten deutlich erschwert. Der stationäre wie auch der Online-Handel dürfen solche Biozide dann nur noch nach ausführlicher Beratung durch eigens geschulte Verkäufer abgeben.

„Warum nur in Deutschland Verbraucher auf einmal nicht mehr in der Lage sein sollen, trotz der ausführlichen Packungsbeilagen mit den Produkten verantwortungsvoll umzugehen, bleibt das Geheimnis des Gesetzgebers“, kritisiert IVA-Geschäftsführer Martin May. Er verweist außerdem auf den extrem hohen finanziellen und administrativen Aufwand, der in Form von Investitionen für abschließbare Schränke und Mitarbeiterschulungen auf den Handel zukommt: „Unter diesen Umständen werden Supermärkte und Drogerien die Produkte absehbar aus dem Sortiment nehmen, weil der Aufwand in keinem vernünftigen Verhältnis zum Ertrag steht.“

Die Verordnung soll zum 1. Januar 2025 in Kraft treten. Ein Hoffnungsschimmer bleibt den zumeist mittelständischen Herstellern der betroffenen Produkte und dem Handel noch: Der Bundesrat hat mit der Verordnung eine Entschließung verabschiedet, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, während der Übergangszeit zu prüfen, ob es verbraucherfreundlichere und unbürokratischere Lösungen gibt.

 

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 53 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Biostimulanzien und Schädlingsbekämpfung. Die vom IVA vertretene Branche steht für innovative Produkte für eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft.

Pressekontakt:

Industrieverband Agrar e. V., Pressestelle

Martin May

Tel. +49 69 2556-1249 oder +49 151 54417692

Fax +49 69 2556-1298

E-Mail: may.iva@vci.de

https://www.iva.de

https://twitter.com/IVA_Presse

https://www.linkedin.com/company/industrieverband-agrar-iva